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Önogastronomie Trentino

Feinschmeckern und all jenen, die traditionsreiche Küche lieben, bietet das Trentino dank der qualitativ hochwertigen Ausgangserzeugnisse und der typisch einheimischen Produkte faszinierende Genussrouten.

Als Ausgangspunkt einer idealen Reise zu den lokalen Gaumenfreuden bietet sich beispielsweise das Valsugana an, das europaweit Marktführer in der Produktion und im Vertrieb von Waldbeeren ist. Ein Großteil des Gebietes ist für den Anbau dieser schmackhaften bunten Beeren und für den Apfelanbau vorgesehen. Unter den traditionellen Produkten findet man indessen verschiedene schmackhafte Salamis wie die Lucanica Trentina und verschiedene Käsesorten von den Almen des Lagorai und der Hochebene von Vezzena, die als Namensträger für den gleichnamigen Käse fungiert. Dieser Käse war der Lieblingskäse von Kaiser Franz Joseph von Österreich, der jede Mahlzeit mit einem Happen dieses raffinierten Produktes beendete.

Für Liebhaber von Natur und unverfälschten Produkten gehört ein Streifzug durch die Hochebene von Vigolana zum unumgänglichen Pflichtprogramm. Die Hochebene liegt in bevorzugter Lage zwischen dem Valsugana und Trento und zeichnet sich durch die Produktion regionaltypischer Erzeugnisse und ihre exklusiven Mountainbike, Trekking- und Reitstrecken aus.

Weiter oben in nordwestlicher Richtung gelangt man nach Trento, der Hauptstadt der Region Trentino, die zugleich Geburtsstadt des italienischen Sekts ist. Giulio Ferrari brachte vor über 100 Jahren im Trentino seine Kenntnisse der Chardonnay- und Pinot Nero- Trauben zur Anwendung, die er im Rahmen seiner Studien in Frankreich erworben hat.

Auf diese Weise schuf er den ersten Wein mit Kohlensäure, den heutigen Trentodoc, der mithilfe der „klassischen Methode“ der Flaschengärung gewonnen wird - jetzt als Trentodoc bekannt. Ein Spaziergang durch die kleinen Gäßchen von Trento und ein Besuch des Renaissanceschlosses Castello del Buonconsiglio werden Ihnen für immer im Gedächtnis bleiben.

Wir gehen weiter und erblicken auf der rechten Seite die Hügel des Valle di Cembra, auf dem sich unzählige Reihen der edlen Traubensorte Müller Thurgau befinden, die als steilste und unwegsamste Rebsorte des Alpenraums gilt. Die sehr heißen Tage und die besonders frischen Nächte verleihen dem gleichnamigen Wein, dem im Sommer auch eine berühmte Ausstellung gewidmet ist, seine unverwechselbare Note. Wenn wir in der gleichen Richtung weiterfahren, sind wir auf den Spuren des bedeutendsten Rotweines des Trentino.

Die Rede ist vom Teroldego Rotaliano d.o.c., der aus der Teroldego-Traube gewonnen wird, die in einer Ebene angebaut wird, die Cesare Battisti, der berühmte Geograph und irredentistische Politiker als „schönsten mit Reben bepflanzten Garten in Europa“ bezeichnete. Wenn wir die Gemeinde Mezzolombardo hinter uns lassen, treten wir wie von Zauberhand in das Tal der Äpfel ein: Das Nontal, das für seine reiche und hochwertige Produktion dieser extrem schmackhaften Früchte bekannt ist.

Die lokale Wirtschaft lebt zum Großteil vom Apfelanbau, der zusammen mit der Produktion des Grana Trentino (parmesanähnlicher Käse), der Anfang des 20.Jh. in der Ortschaft Brez entstanden ist, den ganzen Stolz der Bewohner darstellt. Der Grana Trentino wird heute unter Einsatz von mehr als der Hälfte der gesamten Milch unserer Kühe in 17 auf die gesamte Provinz verteilten Molkereien hergestellt. Von der Gemeinde Cles, dem wirtschaftlichen und politischen Zentrum des Nontals, fahren wir Richtung Malè, der Anlaufstelle des angrenzenden Valle di Sole. Die Bewohner dieses Tals widmen sich neben dem Fremdenverkehr auch der Produktion der aus Rohmilch gewonnenen Käsesorte Casolet, die von einem der weltweit wichtigsten Önogastronomieverbänden kontrolliert wird.

Über eine herrliche Bergstraße kommen wir zur Perle des Trentiner Skisportes: Madonna di Campiglio, das auch für seine lokalen Salamispezialitäten und den Spressa-Käse bekannt ist, ein D.O.P.-Spitzenerzeugnis aus dem Rendenatal und den Valli Giudicarie. Wenn wir bereits vom Skifahren sprechen, dürfen wir Orte wie Cavalese, Canazei oder Moena nicht unerwähnt lassen, wo man neben zahlreichen, aus Ziegen- und Kuhmilch auf den Almen produzierten Käsesorten auch edle Stinkkäsesorten wie den mittlerweile überall bekannten Puzzone di Moena findet. Als weiterer Abstecher unseres Streifzuges bietet sich Rovereto an. Wie könnte man hier einem Gläschen heimischem Wein widerstehen, der seit ewigen Zeiten stark mit diesem Fleckchen Erde verbunden ist und sogar im „Don Giovanni“ zitiert wird? Kenner der klassischen Musik werden sich daran erinnern, wie die Hauptfigur aus Mozarts Oper während der Festmahl-Szene mit einem Weinkelch in der Hand aufsteht und ausruft: „Eccellente questo Marzemino!“.

Von hier aus erreicht man problemlos das Valle di Gresta, eine traumhafte Hochebene, von der aus man einen wundervollen Ausblick auf den darunterliegenden Gardasee hat. Dank der klimatischen Vorzüge, die der Gardasee dem Tal beschert, haben die hier angebauten Gemüsesorten (herkömmlicher Anbau oder Anbau unter Einhaltung der Kriterien des biologischen und biodynamischen Anbaus sowie des ökologisch orientierten Pflanzenschutzes) ein intensives und einzigartiges Aroma. Wer Lust auf eine Radtour hat, kann vom Trentino aus bis zum Gardasee entlang der antiken Straße radeln, an der einst die österreichischen Könige mit ihren Kutschen entlangfuhren. Dabei kommen wir durch das herrliche Seental („Valle dei Laghi“), in dem unzählige kleine Wasserläufe zu einem besonders milden Klima beitragen, das den Anbau und das Trocknen der stark gefragten Dro-Pflaumen erlaubt.

Dank des für Surffans unerlässlichen Windes (hier Ora genannt) wird aus den Nosiola-Trauben einer der edelsten Dessertweine der Welt hergestellt: Der Vino Santo Trentino. Kalte Flüsse und klare Bäche liefern das Wasser für die Becken zur Aufzucht von Salmoniden wie Forelle und Saibling, die frisch oder geräuchert verzehrt werden und auch als Zutat für zahlreiche regionaltypische Rezepte und kreative Speisen verwendet werden. Urlaubern, die zum ersten Mal in den Trentino reisen, mag es bizarr erscheinen, einerseits den Trentino als Wintersportgebiet mit hohen Bergen kennenzulernen und andererseits am Ufer des Gardasees zahlreiche mediterrane Olivenbäume zu sehen, aus denen erstklassiges aromatisches Olivenöl gewonnen wird, das sich als perfekte Beigabe für jegliche Art von Speisen eignet.

Besonders gut lässt sich das Olivenöl mit Carne Salada (Pökelfleisch) kombinieren, einer weiteren Trentiner Delikatesse, die aus einer antiken Konservierungsmethode entstand. Rindfleisch wird mit einer Mischung aus Salz, Pfeffer und aromatischen Kräutern gepökelt. Dieses Gericht findet nicht nur unter den italienischen Gourmets großen Anklang und wird entweder roh oder auf dem Rost gegrillt serviert, begleitet von Bohnensalat, der mit kaltgepresstem Olivenöl aus dem Garda-Trentinogebiet und einigen Tropfen Apfelessig angemacht ist.

Zum Abschluss noch ein Wort zum Trentiner Grappa: Ein aus der lokalen Tradition mit ihren vielseitigen Düften und Gerüchen heraus entstandener Zaubertrank! Nach der mit modernen Destillierkolben erfolgenden Destillierung des nach der Abführung des Most verbliebenen wertvollen Tresters erhält man Tropfen für Tropfen den Grappa.

Die für das Trentino charakteristische Rebsortenvielfalt spiegelt sich in der Herstellung von Grappas unterschiedlicher Rebsorten wider. Dabei werden entweder rote und weiße Sorten gemischt, Monokulturen (Teroldego Rotaliano, Marzemino und Nosiola) oder andere bedeutende Sorten (Müller, Gewürztraminer, Chardonnay, Schiava, etc.) herangezogen, von denen jede unterschiedlichen Charakter aufweist und ihr ganz eigenes individuelles Erbe auf sinnliche Weise enthüllt. Dem aufmerksamen Beobachter entgeht mit Sicherheit nicht das besondere Merkmal des Qualitätsdestillats aus dem Trentino: Ein auf dem Flaschenhals angebrachter Dreizack mit dem Schriftzeichen „Trentino Grappa“, der erst nach ausgiebigen Gesundheitsanalysen in Kontrollaboren sowie Degustationen durch spezielle Prüfkommissionen verliehen wird. Das Prüfsiegel wird vom „Istituto di Tutela della Grappa Trentina“, dem „Institut zum Schutz des Trentiner Grappa“ vergeben und dient dem Schutz vor Nachahmung des Traditionsgetränks.

Alpe Cimbra: Unverfälschte Versuchungen aus der Alpe Cimbra. Unverfälschte Versuchungen aus der Alpe Cimbra. Es ist schwer, den Versuchungen zu widerstehen, wenn sie echt sind!. Und im Grunde ist es, außer der Freundschaft und dem Vergnügen, der Geschmack, der zählt und den nur typische Produkte anbieten können: es gibt die Bergkäse Vezzena, die Polenta, den duftende Speck, die Carne salada (Salzfleisch), die leckere Pilzen, den Strudel, den Zelten...endend mit dem reinen Berghonig, welchem zu Ehren sogar ein Museum gewidmet ist.